Wer ich bin und wie Erdgeschätzt entstanden ist

 

Die Idee das Projekt Erdgeschätzt ins Leben zu rufen, ergab sich an einem verregneten Winterabend während einer Tasse Minztee☕️

 

Mein Name ist Fenna, ich bin 29 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Hürth. Ich befinde mich gerade in der Erarbeitung meiner Bachelorarbeit im Fachbereich Bildungswissenschaft. Mich bewegen seit vielen Jahren die Themen Achtsamkeit, Selbstliebe und Minimalismus im Rahmen eines natürlich ausgerichteten Lebens. Außerdem begeistere ich mich für Anthroposophie, Heilkräuter und Naturarzneien.

Im Kontext unserer Elternschaft sind meinem Mann und mir viele neue Themen begegnet, die von uns verlangten eine Auswahl zu treffen. So begann bereits in der Schwangerschaft die gemeinsame Reise in das Land der verantwortungsvollen Entscheidungen.

Eine Entscheidung, die wir getroffen haben war der Stoffwindelkauf. Diese Entscheidung entpuppte sich neben der Wahl der Autoschale und Kindermatratze als die Langwierigste. Ich erinnere mich an unser Hin und Her und an die vielen Fragen die mich als Schwangere kaum schlafen ließen.

Sollen wir Stoffwindeln kaufen oder leihen?

Wie wäscht man die eigentlich?

Wie viele Stoffwindeln bräuchten wir, um nicht jeden Tag waschen zu müssen?

Sind die Ausscheidungen des Babys nicht schädlich für die Waschmaschine oder gibt es unerwünschte Rückstände?

Wie wild wurde recherchiert, nächtelang Produkte verglichen und Erfahrungsberichte durchforstet. Im Stoffwindel-Dschungel des Internets habe ich keine zufriedenstellenden Antworten gefunden. Stoffwindelseminar, Beratung und viele abendliche Diskussionen später habe ich einen Schlussstrich gezogen. „So, wir probieren es jetzt einfach!“

Neue und gebrauchte Stoffwindelkäufe wurden getätigt, um dem Abenteuer gut ausgerüstet entgegen zu steuern. Unser Umfeld reagierte auf unser mit Stoffwindeln ausgestattete Wickelkommode heterogen. Neben Neugierde erreichten uns auch Aussagen wie „Ihr wollt euch noch mehr Arbeit aufhalsen, obwohl man doch sowieso genug zu tun hat mit Baby?“ und „Naja, probiert es mal. Wartet ab, ihr macht das eh nicht lange!“.

Rückblickend verspüre ich tatsächlich ein klitzekleines bisschen Stolz, dass wir uns getraut haben. Wir können behaupten, bislang nur eine einzige Wegwerfwindel benutzt zu haben, undzwar direkt nach der Geburt.  

Nach vielen Monaten wundervoller Stoffwickelerfahrung, möchte ich nun mein Wissen und meine Begeisterung mit euch teilen, damit eure Entscheidung im Gegensatz zu unserer ganz einfach zu treffen ist.

Mit Hummeln im Bauch freue ich mich darauf, mit euch uneigennützig und authentisch über alternative Wickelmethoden zu sprechen.

Bis bald, Fenna